Mein wahres Leben: Packliste

Samstag, 7. April 2012

Packliste


Heute war meine letzte Gelegenheit noch mal einzukaufen, bevor ich nach Krefeld fahre.
Darum habe ich mir mal die „Packliste“ vorgenommen, die mir Antje zugesendet hat (Quelle: http://web5.hisilome.de/). Vielen Dank noch mal dafür, Antje.

Körperpflege
- Waschlappen
- Handtücher
- Taschentücher
- feuchtes Toilettenpapier
- Duschgel, Shampoo
- Hygienebinden (lang)
- Einmalunterhosen
- Kosmetikspiegel (standfest)
- Schminkutensilien
- Nagelpfeile
- Fön
- Badehandtuch

Hilfsmittel
- Handspiegel (alternativ digitale Kompaktkamera)
- Miederhöschen festsitzend 2 * (wird eventuell gestellt)
- Sitzring (Verschreibung Frauenärztin/Frauenarzt)
- Schere (spitz)
- Vaginaldehner zum Bougieren (wird eventuell gestellt)
- Elektrorasieren, Nassrasierer
- Elektroepilierer

Kleidung
- Bademantel
- Nachthemd (sofern nicht Krankenhaushemd)
- Hausschuhe
- Unterwäsche
- Warme Socken
- Oberbekleidung (bequem)
- Strümpfe, Strumpfhose
- Straßenschuhe
- Taschen oder Plastiktüten für gebrauchte Wäsche
           
Medizinisches
- Krankenversicherungskarte
- Überweisung/KH-Einweisung des Arztes
- Angeforderte medizinische Unterlagen
- Impfpass, Allergie-, Diabetiker, Blutgruppenausweis
- Medikamentenliste
- regelmäßig benötigte Medikamente, falls nicht vom KH gestellt

Organisation
- Ausweis
- Briefpapier, Umschläge (vorbereitete Briefumschläge für die AU-
   Bescheinigung) und Briefmarken
- Notizpapier- oder Buch oder Organizer
- Kugelschreiber oder Füller, Bleistift, Radiergummi
- Adressbuch mit Telefonnummern

Unterhaltung (optional)
- Bücher, Zeitschriften, Hörbücher, CDs oder DVDs
- MP3 -, DVD- oder CD- Player
- Laptop/ Netbook
- Mobiltelefon
- Digitale Kompaktkamera
- Ladegerät/e, Verbindungskabel

Sonstiges (optional)
- Kuscheltier, Talisman
- Obst, Süßigkeiten

Ob man das alles braucht, musst du selbst entscheiden. Bargeld für die Chip-Karte des Festnetzapparates am Bett, sofern du Telefon und ggf. Fernsehen nutzen möchtest, einstecken. Die Karte kostet Pfand und Gebührenguthaben.

Ich konnte aber feststellen, dass ich alles, bis auf die Hygienebinden (lang) habe. Die wollte ich dann von meiner Frau „klauen“. Aber dann hat sie festgestellt, dass sie auch kaum noch welche hat. Da habe ich mal noch schnell 2 Packungen gekauft.

So langsam werde ich immer aufgeregter. Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen. Noch vor 2 Jahren hätte ich das nie für möglich gehalten. In ein paar Tagen geht mein Traum in Erfüllung. Ich bin dann körperlich (fast) eine Frau. Sicherlich, es wird dann noch eine Weile dauern, bis alles verheilt ist und ich das alles so richtig wahrnehmen kann. Aber die Freude darauf ist wesentlich größer, als die Angst vor der Operation.

Eure Andrea

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die ausführliche Liste. Ich habe in wenigen Monaten meine eigene Operation, deine Aufzählung wird sich definitiv als nützlich erweisen, wenn's darum geht, ob ich alles Benötigte eingepackt habe.

    Ich lese hier übrigens schon recht lange mit, gehöre aber eher zu den stillen Mitlesern, die lieber anonym bleiben möchten. Bitte mir nicht übel nehmen. Ich hoffe, du betreibst deinen Blog noch für lange Zeit weiter.

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  2. Die OP findet übrigens auch in Krefeld statt.

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    1. Hallo,

      nichts zu danken für die Liste, die habe ich auch nur erhalten.
      Ich freue mich über jeden, der hier mitliest oder kommentiert. Dabei bleib es jedem selbst überlassen, ob er seine Identität verrät oder nicht. Ich freue mich auch über anonyme Beiträge.
      Wie lange ich hier noch schreibe, weiß ich nicht. Der „normale Alltag“ wird nachher vielleicht zu langweilig.

      Weist Du schon wann Deine OP in Krefeld ist? Meine Nach-OP wird wahrscheinlich Ende Juli sein. Ein genaues Datum habe ich noch nicht.

      LG Andrea

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  3. Hallo Andrea,

    die OP findet in der zweiten Jahreshälfte statt (wann exakt möchte ich nicht sagen, denn mir liegt die Anonymität sehr am Herzen).

    Lass' dich übrigens von den Beiträgen, die manch andere "Anonyme" hier teils schreiben, nicht falsch beeinflussen. So wie ich das rein objektiv beurteilen kann, geht es dabei nur um Provokation durch jemanden, der wahrscheinlich in einer ähnlichen Krise steckt, jedoch im Gegenteil zu Dir nicht mit der Situation fertig wird.

    Viele Grüße und weiterhin alles Gute.

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    1. Danke für die Wünsche!

      Ja, es gibt Leute, da hat man das Gefühl, die wollen nur stören. Ich könnte ja einfach „anonym“ das Recht entziehen, Kommentare zu schreiben. Aber dann sperre ich auch andere mit aus, die nur aus persönlichen Gründen Angst haben, z. B. geoutet zu werden.
      Weiterhin bin ich der Meinung, jeder darf seinen Standpunkt vertreten und der muss nicht mit meinem übereinstimmen. Wenn ich von Anderen Toleranz erwarte, dann muss ich auch tolerant zu anderen sein. Und eine gesunde „Diskussion“ kann für alle Seiten förderlich sein. Nur beleidigend, aggressiv, menschenverachtend u. ä. darf es nicht sein. Wenn es zu heftig wird, kann ich ja auch die entsprechenden Kommentare löschen und bei zu häufigen „Missbrauch“ die Kommentarmoderation einschalten.

      Falls Du Fragen hast, die nicht jeder wissen soll, kannst Du auch eine Mail schreiben oder anrufen.

      Liebe Grüße
      Andrea

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