Mein wahres Leben: GaOP vor einem Jahr

Freitag, 12. April 2013

GaOP vor einem Jahr

Heute vor genau einem Jahr hatte ich meine Genitalangleichende Operation bei Frau Prof. Dr. Krege in Krefeld. Damit wurde meine Entscheidung jetzt als Frau weiterzuleben eigentlich unumkehrbar gemacht. Rechtlich gesehen war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal Frau, da der Gerichtsbeschluss über die Vornamens- und Personenstandsänderung vom Amtsgericht Magdeburg noch nicht erfolgt war. 

Ich wurde schon mehrfach gefragt, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden bin und meine Erwartungen erfüllt werden. Grundsätzlich möchte ich das mit „ja“ beantworten. Aber es hängt natürlich immer von den Erwartungen, die man sich selbst stellt, ab. 
Für mich war es in erster Linie wichtig, das Erscheinungsbild einer Frau zu haben und gehört auch der Genitalbereich. Zum einen stört so ein „Anhängsel“ bei einer Frau ganz gewaltig und es würde einen immer verraten und zum anderen möchte man natürlich, dass es so nahe wie möglich an „das Original“ herankommt, obwohl es ja kaum jemand zu sehen bekommt. Da es da aber bei jeder Frau da auch etwas anders aussieht, so wie z. B. sehr selten ein Mensch genau so aussieht, wie ein zweiter, gibt es da auch gewisse Toleranzen. 
Kurzum, ich bin mit dem äußeren Erscheinungsbild meiner Genitalien zufrieden. Im Normalfall wird keiner merken, dass es da mal anders aussah. Und ob das bei einer strengen „Prüfung“ feststellbar ist, kann mir egal sein. 

Zur Funktionalität. Ich habe diese OP nicht gemacht, um Sex als Frau zu haben. Aber für mich gehört einfach zum Leben als Frau auch ein funktionierendes Geschlechtsteil dazu. Es gibt Transsexuelle, denen reicht eine „kosmetische Operation“, d. h. es sieht von außen so aus, aber es existiert nur die Andeutung einer Vagina. Diese Option wäre für mich nicht in Frage gekommen. 
Nach meiner ersten Operation wurde diese Funktionalität hergestellt. Die Gefühle waren und sind vorhanden und der notwendige Durchmesser und eine genügende Tiefe wurde auch realisiert. 
Kurz vor der zweiten Operation hatte mich leider aber der ESBL-Keim wieder „besucht“ und damit ein bougieren für ca. drei Wochen unmöglich gemacht. Das Bougieren ist aber gerade am Anfang nach der Operation sehr wichtig, da sonst der Körper versucht, diese Öffnung wieder zu verschließen und sich alles zusammenzieht. 
Nach der zweiten Operation hatte sich ein Narbenring am Eingang der Vagina gebildet, der auch das Bougieren sehr schwer und schmerzhaft gemacht hat. Diesen Narbenring hat aber Dr. Pottek bei der 3. Operation beseitigt. Danach war der Durchmesser etwas zu klein, ist aber heute durch das Bougieren wieder auf normalen Wert. 

Was noch nicht in Ordnung ist, ist der Harnausgang. Es kommt kein vernünftiger Strahl zustande, sondern es plätschert am Allerwertesten einfach entlang. Da hoffe ich, dass am 17. April die nunmehr 5. OP bei Dr. Pottek die Lösung bringt. 

Eure Andrea

Kommentare:

  1. 5 Ops in so kurzer Zeit, das ist ganz schön heftig, wie ich finde. Der Harnstrahl ist bei mir übrigens ganz ähnlich, aber das ist für mich kein Grund, mich unters Messer zu legen. Ich weiß, da läßt sich sicher was machen, aber ich bin froh, daß die Harnröhre gut abgeheilt ist. Immerhin ist das der Teil, der nach der 1. Op am längsten geblutet hat und am längsten gebraucht hat, bis es abgeheilt war.

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    1. Hallo Michaela,

      auf Dauer ist das schon ganz schön lästig, wenn man da hinten immer abtrocknen muss und brennen tut es auch öfters und es neigt zum Wundsein. Ich hoffe, dass das dann die letzte OP ist.

      LG Andrea

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  2. Hallo Andrea,

    herzlichen Glückwunsch zum Jahrestag.

    Und nächste Woche kommt dann die definitiv letzte OP... :)

    LG Corinna ;)

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    1. Danke!
      Ich hoffe auch, dass es die letzte ist.

      LG Andrea

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  3. Hallo Andrea,

    Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

    …habe gerade erst diesen Artikel gelesen und gesehen, dass Du ja heute am 17. eine weitere Nach-OP hast. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles komplikationslos klappt und wünsche dir, dass dir spätestens morgen schon wieder das Mittagessen schmeckt.
    Am liebsten würde ich ja mal eben kurz am Wochenende zu Besuch reinschauen, aber zurzeit hindert mich ein schmerzhafter Backenzahn an solchen Aktivitäten, der sich schon bei den leichten Erschütterungen beim ganz normalen Gehen bemerkbar macht. Nächste Woche habe ich dann nochmal einen Zahnarzttermin und ich soll mir bis dahin überlegen, ob ich den Zahn lieber gezogen haben möchte oder ob eine Wurzelbehandlung versucht werden soll. Beides ist natürlich eine im wahrsten Sinne des Wortes Nerv tötende Angelegenheit… aber ich glaube, wer eine solche OP geschafft hat wie wir, kann so etwas schon viel leichter ertragen…
    Meine GaOP ist nun auch schon 6 Monate her und in ein oder zwei Monaten ist dann vielleicht auch noch eine kleinere Nach-OP erforderlich. Bis zum jetzigen Zeitpunkt bin ich mit dem Heilungsverlauf und dem Ergebnis jedenfalls 100% zufrieden.

    Erhol dich gut, gute Besserung und liebe Grüße

    Anita

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    1. Hallo Anita,

      Danke für Deine Wünsche und fürs Daumendrücken. Es ist alles gut gelaufen. Jetzt muss nur noch das Ergebnis passen.

      Solche Zahnschmerzen können schrecklich sein. Ich glaube, die können sogar die Schmerzen einer GaOP noch übertreffen. Da wünsche ich Dir auch mal gute Besserung!

      Schön zu hören, das Du mit dem Ergebnis deiner OP zufrieden bist.

      Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute.

      LG Andrea

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  4. Was ist denn bitte ein Narbenring? Wie muss man sich das vorstellen? Und wo soll der genau gewesen sein? Außen am Eingang zur Scheide oder innendrin? Hattest du eine Scheide mit freiem Hauttransplantat? Könnte mir da vorstellen, dass es da Narben drinnen gibt.

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    1. Hallo Frederieke,

      Der Narbenring saß in der Scheide nahe dem Eingang. Es ist eine ringartige Verhärtung der Schleimhaut. Der Ring muss nicht geschlossen gewesen sein.
      Dadurch, dass dieses Gewebe gegenüber der anderen Schleimhaut hart und schwer dehnbar ist, kommt man beim Bougieren schwer darüber hinweg und es ist schmerzhaft.
      Ich hatte kein freies Hauttransplantat. Frau Prof. Dr. Krege hatte nach der ersten OP auch so eine Scheidentiefe von ca. 15 cm erreicht.
      Drei Wochen vor der 2. OP war dann ein Bougieren wegen starker Entzündungen der Vagina durch den ESBL-Keim unmöglich. Nach der Nach-OP war dann der Narbenring spürbar und ich konnte maximal mit 2,5 cm bougieren.
      Ob er, durch die Entzündung, durch Schnitte bei der 2. OP oder durch mein gewaltsames Bougieren gleich nach der 2. OP mit einem normalen Dilator entstanden ist, weiß ich nicht. Und da der kleine Dilator nur 11 cm lang war, war dann auch meine Scheidentiefe nur so.
      Erst nach der 3. OP bei Dr. Pottek konnte ich die Größe wieder langsam steigen, so dass ich jetzt wieder 14 cm Tiefe habe.

      LG Andrea

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    2. Liebe Andrea, das ist ja nicht gut verlaufen mit den ständigen OPs. Über Pottek habe ich von betroffenen viel negatives gelesen. Dr. Schaff soll hier weitaus besser sein. Dr. Schaff behandelt auch "verschnittene" Fälle von Pottek Patientinen und anderen Chirurgen.
      Es gibt von betroffenen Anamnesen von Patientinnen von Dr. Pottek die Dr. Schaff erstellt hat im Netz zu finden. Was da teils drin steht von Narbenringen und halb versteckten und ein gewachsenen Resten ist echt heftig.

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  5. Sorry habe vorhin den Namen vergessen.
    Meine Freundin hat zwei Freundinnen die bei Pottek operiert wurden. Eine davon hatte einen Herzstillstand da Blutvergiftung, die andere muss nun zum 6.ten mal operiert werden.
    Außerdem sollte man erwähnen, was leicht nach zu prüfen ist, das Dr. Pottek nicht einmal Chirurg ist sondern Proktologe und Uruloge. Und so jemand soll mich ohne passende Ausbildung operieren?! Die zog Nach-Ops sprechen für sich.
    Ich möchte hier niemand schlecht reden, wenn es bei Euch gut lief dann freut das mich, aber mein Appell ist bevor ihr euch bei Pottek unter das Messer legt, erkundigt euch! Prüft Alternativen! Dann entscheidet euch für oder gegen ihn.

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    1. Hallo Miri,

      ich hatte ja „nur“ Nach-OPs bei Dr. Pottek. Ich kann mich nicht beklagen. Auch alle, die ich persönlich kenne, waren mehr oder weniger zufrieden mit ihm. Dass dort einige Probleme hatten, habe ich auch gehört. Bei so einer OP sind Probleme leider nie ganz auszuschießen. Auch von Problemen bei Dr. Schaff habe ich schon gehört. und ich hatte in Krefeld einen Krankenhauskeim.

      LG Andrea

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    2. Meine Op war im Nov 2014 auch ich habe diesen Narbenring in der scheide der mich etwas stört aber viel Schlimmer finde ich denn harnrörenschwellkörper der stört gewaltig der soll ja noch verkleinert werden in meiner nach op. ich habe op ergebnisse gesehen ausem krankenhaus von Dr Schaff die mich aber etwas zweifeln lassen zur nach op zu dr schaff zu gehen da die optik nicht wirklich toll ausschaut der kitzler ist wie eine murmel bei der ersten op und ist in der mitte ein kleiner narben ritz der erinnert sehr an einen mini penis sowas will frau sicherlich nicht haben und hat auch keine frau !!! dazu kommt das die innere scharmlippe auf einer seite mit gewebe verneht wurde das überflüssig ist der kitzler ist etwas schief da er auf einer seite zu groß ist die äüserlichen scharmlippen sind dazu sehr wulztig und nicht mit dünnen kanten wie sie bio frauen haben vergleichbar äher sackartig diese müssen auch verkleinert werden. was die gefühle angeht ist dr schaff super ich hatte schon 15 orgasmen und werde auch bei geilheit feucht aber hier und da brauch frau aber auch wie biofrauen gleitcreme. scheidentiefe habe ich 18cm und komme derzeit nur mit vibrator zum orgasmus obwohl spielchen am kitzler sehr schön sind zum heiß machen. mir wurde wegen der tiefe eine hautentname am oberen rand des oberschenkels weggenommen diese narbe sieht sehr unschön aus aber ich finde das ist das kleinere übel am meisten stört mich das der kitzler so groß und nicht wie bei einer bio frau auschaut kennt das jemand oder ist von dr schaff zu jemand anderen für die nach op gegangen?

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  6. Anna-Sophie kann man mit dir e-mail kontakt aufnehmen?

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