Mein wahres Leben: Der erste Tag zu Hause

Donnerstag, 26. April 2012

Der erste Tag zu Hause


Die letzte Nacht im eigenen Bett war einfach herrlich. Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Und meine Frau war froh, ihren „Rückenwärmer“ wieder zu haben.

Kurz vor 07:00 Uhr sind wir dann aufgestanden. Wie immer, habe ich dann so ca. eine Stunde gebraucht, um mich fertig zu machen. Früher hat das Ganze höchstens eine viertel Stunde gedauert. So ändern sich die Zeiten.

Nach einem gemütlichem Frühstück und ein paar notwendigen Hausarbeiten, wie Betten machen, Geschirrspüler ausräumen u. ä. sind wir dann mit dem Hund raus. Zuerst wollten wir das zu Fuß tun, aber im Wald ist es natürlich schöner für den Hund. Zu Fuß ist das aber noch zu weit für mich und so haben wir beschlossen, es mal mit dem Auto zu versuchen; es sind ja nur 3 km Fahrt. Ich habe mein Nackenhörnchen geschnappt, es auf den Fahrersitz gelegt und mich dann darauf gesetzt. Die Rückspiegel musste ich natürlich verstellen, weil ich jetzt höher saß, aber das Fahren ging zumindest besser als ich dachte. Aber nach den 3 km war ich dann doch froh, wieder aufstehen zu können.
Die Waldroute war dann aber kleiner als gewohnt.

Wieder zu Hause habe ich dann ein paar Formulare der Krankenkasse ausgefüllt. Die hatten mir während meiner Abwesenheit mitgeteilt, dass die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber beendet ist und ich dann von der Krankenkasse Krankengeld erhalte. Das verwunderte mich ein wenig, da ich ja dieses Jahr noch keine 6 Wochen krank war.
Ein Anruf bei der Krankenkasse brachte eine Erklärung. Es zählt nicht das Kalenderjahr, sondern die letzten 12 Monate. Meine Einwände, dass die Krankschreibungen letztes Jahr wegen psychischer Probleme waren und es diesmal eine Operation mit deren Folgen war und damit ja nicht dieselbe Krankheit, würden nicht zählen. Unter anderen Diagnosen stand immer auch F 64.0 auf dem Krankenschein.

In der Post war dann endlich auch meine neue weibliche Krankenkassenkarte. Da werde ich morgen die gleichnamige Seite (Reiter „Krankenkassenkarte“) vervollständigen. Ich muss ohnehin hier im Blog noch einiges Geraderücken, was auf Grund meines nicht so richtig funktionierenden Tablet-PC im Krankenhaus nicht so richtig formatiert ist.

Nach dem Mittagessen, das meine Frau wie immer ganz lecker gekocht hatte, hatten wir noch eine Hausbesichtigung. Ein potentieller Käufer unseres Hauses war mit dem Immobilienmakler da. Ab nächsten Monat wohnen wir, meine Frau und ich, alleine in unserem 225 qm großen Haus mit 900 qm Grundstück. Das ist einfach zuviel für uns. Ärgerlich ist nur, dass im Augenblick die Preise auf dem Immobilienmarkt bei uns ganz unten sind.

Am Nachmittag war ich dann noch auf Arbeit, um die Bescheinigung des Krankenhausaufenthaltes, die neue Krankschreibung und meine neue Rentenversicherungsnummer abzugeben.
Aber aus den geplanten paar Minuten sind dann 2 ½ Stunden geworden. Ich wurde vielmals als „neue Frau“ begrüßt und musste meine „Erlebnisse“ schildern. Kaffee und Kuchen hat es auch gegeben.

Am späten Nachmittag waren wir dann noch mal mit dem Hund draußen und einkaufen. Dieses Mal musste meine Frau die schweren Sachen tragen.
Da es auch Salatgurken für nur 0,29 Euro gab, habe ich dann nach dem Abendbrot meine „Schnellgurken“ gemacht:

2 kg (ca. 6 Stück) Salatgurken schälen, in 4 Teile schneiden, diese vierteln und in einen Gurkentopf (oder Gärtopf) geben.
Dazu 2 bis 3 Zwiebeln, in Ringe geschnitten, weiter
- 160 g Zucker
- 40 g Salz
- 6 Pimentkörner
- 5 Lorbeerblätter
- 60 g Senfkörner
- 200 ml Spritessig 10 %
Das Gefäß mit Wasser verschließen und ab und zu umrühren.

Nach etwa 2 Tagen kann man schon die ersten Gurken essen. Schmeckt lecker!

Eure Andrea

Kommentare:

  1. Liebe Andrea,

    ich seh' schon, der Alltag hat Dich wieder. Hat Deine Frau um 23:30 Uhr nicht schon darauf gewartet, dass Du Ihr den Rücken wärmst?

    Späßle gmacht!

    Cosima

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    1. Hallo Cosima,

      ja, der Alltag hat mich wieder. Schön wieder daheim zu sein.
      Meine Frau und ich sind dann fast zeitgleich ins Bett gegangen.

      LG Andrea

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