Mein wahres Leben: Die Malachit-Höhlen bei Halberstadt

Mittwoch, 16. Mai 2012

Die Malachit-Höhlen bei Halberstadt


Gestern habe ich das Gefühl gehabt, das das Sitzen jetzt wesentlich besser geht. Sogar den Platzhalter habe ich kaum gespürt. Heute hat da unten wieder alles gedrückt. Auch der Ausfluss war gestern geringer. Heute war wieder etwas mehr in der Binde.

Am Abend habe ich zufällig einen Beitrag über die Malachit-Höhlen bei Halberstadt im MDR-Fernsehen gesehen. Da dieses Video nicht mehr zur Verfügung steht, habe ich ersatzweise andere gesucht.


Anlage Malachit Komplexlager 12


 
 
ZDF History - KZ Langenstein Zwieberge, Deckname Malachit

Durch diese unterirdischen Gänge bin ich als Kind / Jugendlicher oft mit anderen kilometerweit gegangen. In den 60ger Jahren war da nichts abgesperrt. Mit Fackeln und Taschenlampen sind wir da über Schuttberge unterirdisch stundenlang umhergeirrt. 
Es war irgendwie faszinierend. Wo ich jetzt daran wieder erinnert wurde, habe ich erst gedacht, da war ich doch ein Mann. Aber dann fiel mir ein, es waren auch Mädchen dabei. Wenn ich das heute so sehe, wie leichtsinnig das war, wird mir ganz schlecht. 

Da haben wir auch Munition gefunden, mit der wir dann auch „Gott sei Dank“ nichts angefangen haben.
In den siebziger Jahren war dann alles wieder abgesperrt, kein  hinkommen  mehr. Heute gehen wir, zumindest überirdisch, in dem Gebiet spazieren.

Eure Andrea



2 Kommentare:

  1. Hallo Andrea,

    den gestrigen Beitrag auf MDR habe ich mir auch angesehen.
    Hoppla, Halberstadt, -da sieht man mal wieder wie der Mensch zu einer Sache, in diesem Fall eine Stadt, plötzlich Bezug hat. Kennt man doch Andrea, "von und zu Halberstadt" :-)
    Ich sehe mir aber Dokumentationen, speziell zur jüngeren Geschichte sehr gerne an. Es ist schon menschlicher Wahnsinn was dort, im 2. WK, durch Zwangsarbeiter geschaffen werden sollte. Diese irrwitzigen Gedanken gingen dann aber, in Ost und West, mit den Atombunkern weiter. Bis zu drei Monaten einen atomaren Angriff überleben um dann einen Vergeltungsschlag ausüben zu können ist eine Perversion des menschlichen Denkens.
    Gott sei Dank sind diese Zeiten bei uns vorbei und ich hoffe das in anderen Regionen der Welt, diese Einsicht auch bald kommt.
    Bei solchen Berichterstattungen kommt mir immer der Gedanke, wie es "uns" TS unter solchen politischen Verhältnissen ergangen wäre. Bei diesen Machthabern waren Randgruppen geächtet, es galt sie auszumerzen und zu vernichten. Diese herrschende Meinung wurde dann ja auch, wie man weiß, umgesetzt. Eine solche, menschenverachtende Geisteshaltung, verusacht bei mir auch heute noch, ein ungutes Gefühl. Man weiß ja von bestimmten Gruppierungen und kennt deren Weltbild.

    Liebe Grüße, auch an Karola sendet

    Cosima

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    1. Hallo Cosima,

      ich glaube, unter einer solchen Diktatur hätten sich die wenigsten geoutet. So ein Lager hätte dann einem bestimmt bevor gestanden. Arbeiten unter sehr schlechten Bedingungen, bis man tot umfällt. Das wäre ja noch schlimmer, als Selbstmord.
      Da kann man nur froh sein, dass das in Deutschland nicht mehr so ist. Aber leider gibt es noch Gegenden auf der Erde, wo Menschen andere Menschen teilweise bis zum Tod quälen dürfen und das ungestraft.

      LG Andrea

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